Sommerlagerzeltplatz erkundet

So, liebe Freunde,

am heutigen östermontaglichen Morgen machte sich der Sommerlager-Vortrupp unter einem Cholesterinschock stehend in aller Frühe auf den Weg zum Jugendzeltplatz Rhens am Rhein im Pfaffenwäldchen. Nach drei Stunden Fahrt stellte sich die Entscheidung vom Planungswochenende im November 2013 für dieses Ziel als goldrichtig heraus.

 

Der Lagerplatz für unser Sommerlager 2014 präsentierte sich wunderschön in strahlendem Sonnenschein. Die Landschaft ist atemberaubend. Im Gegensatz zum platten Burgsteinfurt labte sich unser geschultes Pfadfinderauge nun an Bergen, Wäldern, Wiesen und dem sich durch Rhens und Koblenz schlängelndem Rhein.

Nachdem wir die Autobahn verlassen und die dem Busunternehmen bei Buchung mitgeteilte Adresse erreicht hatten, befanden wir uns mitten im wunderschönen Rhens. Der Jugendzeltplatz war also noch nicht erreicht. Wir folgten den Schildern „Jugendzeltplatz“ durch Wald und Flur und landeten in dem vier Höfe umfassenden „Ortsteil“ Schauren, nachdem wir mindestens fünf Kapellen auf dem Weg nach oben passiert hatten. Eine junge, pferdeführende Dame fragte im Moment des Fensterherunterkurbelns bereits „Jungendzeltplatz?“ und ergänzte „Links rum, dem Pfad folgen.“.  Eine unserer leichtesten Aufgaben…. Wir folgten dem Pfad und erkannten schon von weitem das große Lagertor und das im Internetauftritt versprochene Amphitheater mit Feuerstelle.

Wir betraten die Wiesen und erkannten direkt den Platzverwalter, der vor dem Lagerladen in der Sonne saß und dem geschäftigen Treiben vieler Pfadfinder zusah. Nach der Begrüßung stürmten wir mit unseren vielen Fragen auf den Platzwart ein, die er allesamt zu unserer Zufriedenheit beantwortete. Unser Platz werde im Juli/August 2014 der Platzteil 4 sein, sagte er uns.

Vom Klohäuschen aus gesehen scheint sich Parzelle 4 ewig weit in die unbekannte Flur hinein zu erstrecken. Die 100 Jahre alte Grasnarbe, die bereits vor 50 Jahren von Karl Josef des Heumachens wegen getrimmt wurde, behauptet sich gegen sämtliche klimatische Schwankungen und Festivals. Einzig dem Baumbewuchs und dem Heringe einschlagen sowie Bannermast aufstellen widersetzt sich der felsige Untergrund (vielleicht Bohrmaschine mitnehmen).

Auf unserem Felsen im Pfaffenwäldchen, bedeckt mit der antiken Grasnarbe, bauten die Royal Rangers gerade ihr Osterlager ab. Der Platz war lebendig: viele fleißige Royal Rangers (allesamt mit Kluft in der Hose und Fahrtenmesser am Gürtel), halb abgebaute Schwarz- und Weißzelte, Küchenutensilien, Taschen, Anhänger, usw. Wir entdeckten auch einige Bürsten, mit der die Royal Rangers die Seitenstreifen der Zelte von Erde und Schmutz befreiten.

Als wichtige Anregung für unseren Materialarbeitskreis (Matak) nehmen wir mit, dass Bürsten zum Zelte säubern bei den Royal Rangers zum einen mit einer Gesamtinventarnummer und zum anderen mit einer Zeltnummer versehen sind. Ein Registriersystem, das es sicherlich vor Jahrzehnten im Burgsteinfurter Stamm schon gab und evtl. auch zukünftig wieder geben wird.

Das einzige, was auf und in näherer Umgebung unseres Lagerplatzes an Strom zu finden ist, ist der Rhein. Hierbei handelt es sich nicht um eine spezielle Stromart zum Smartphone-Akkus aufladen, sondern um den größten Fluss der Republik. Ebenso befinden sich die Lahn und die Mosel in unmittelbarer Nähe.

In diesem Sinne, das Sommerlager 2014 wird superduper! Wir freuen uns schon auf euch.

Andreas & Franzi (Vortrupp oder und so ähnlich)