Silvvesternohe im Schnee

Mit viel Teamgeist fing es an: Als wir (neun Rover und Leiter) auf der steilen, ungestreuten Straße zum Pfadfinderzeltplatz Westernohe mit unserem Gespann nicht weiterkamen, waren schnell viele helfende Hände gefunden. Gemeinsam schoben wir zwar nicht den Anhänger den Berg hoch, aber uns immer wieder erfolgreich vom Bulli weg. Bestes Winterwetter!

Oben angekommen testeten wir erfolgreich verschiedene Schneeräumtechniken von Wegschaufeln bis sorgfältig Aufrollen und bauten unsere Zelte in die Winterwunderlandschaft. Wir zündeten ein Feuer an, das die nächsten drei Tage lang die Jurte und alle unsere Sachen wärmte und räucherte. Noch heute beschert uns der Lagerfeuergeruch an dem ein oder anderen mitgereisten Gegenstand schöne Erinnerungen.

In einer Vielzahl von Schlafsäcken überstanden wir die Nächte, ohne auch nur einen Zeh zu verlieren. Solange es hell war, fochten wir Schneeballschlachten aus, testeten die besten Rodelstrecken oder übten gekonnt, im Schnee in Deckung zu gehen. Für vorbeiziehende Wanderer waren wir praktisch unsichtbar! Am Lagerfeuer war es warm und gemütlich, es wurde gelacht und gesungen. Und falls ihr euch das schon die ganze Zeit gefragt habt: Simon hatte seine Trompete dabei.

Dass es schließlich Silvester wurde, merkte man nicht nur am erlesenen Grill-Buffet. Um Mitternacht feierten wir mit allen angereisten Pfadfindern gemeinsam am großen Campfire. Wir spuckten Feuer und bewunderten die schönen Raketen. Je nach vorherigem Feuerzangenbowlenkonsum wurde dann aus voller Kehle gesungen oder gegrölt – ein beinahe ergreifendes Erlebnis.

An diesen drei Tagen haben wir nicht nur viele Spuren im Schnee gelesen und sind ihnen gefolgt, sondern wir haben dort auch selbst welche hinterlassen, darunter auch solche, die das Tauwetter überstehen werden. Es war ein wunderschöner, vielversprechender Start ins neue Jahr. Mit glücklichen Gesichtern sind wir zu Hause angekommen, wo aus dem Erlebten funkelnde Erinnerungen werden, während in der Halle die Eiszapfen vom Jurtendach tropfen.