Sommerlager 2015

Der Wettergott schien den Anfang des Sommerlagers der Burgsteinfurter Pfadfinder nicht in seinem Kalender stehen zu haben. Doch trotz widriger Witterung und teils starken Gegenwinds haben alle älteren Gruppen ihre Anreise ins diesjährige Stammeslager wie geplant per Fahrrad und Kanu angetreten. Drei Tage später trudelten auch die letzten der tapferen Abenteurer in Ommen (NL) ein – und durften direkt unter Beweis stellen, dass ein guter Pfadfinder sich beim Zeltaufbau auch von konsequentem Starkregen nicht stören lässt. Selbst die ein oder andere vom Winde verwehte – oder zerbrochene – Zeltstange konnte dem kreativen Lageraufbau nicht schaden. Neben den schon Tradition gewordenen Lagerbauten wie Turm, Backofen und Kochstelle entstanden dieses Jahr – natürlich unter dauernder Bewässerung von oben – zwei besonders pfadfinderisch umweltbewusste Highlights: Zum einen ein Pool nebst Dusche, die von einem selbstgebauten Solarkollektor aufgeheizt wurde (in der zweiten Woche musste das Wetter ja besser werden!). Zum anderen – und die Idee wäre uns bei schönstem Wetter wohl nicht gekommen – eine windkraftbetriebene Sägemaschine, die auch unsere niederländischen Mitpfadfinder schwer beeindruckt hat.

Nachdem die Pfadfinder hinreichend unter Beweis gestellt hatten, dass sie sich auf keinen Fall die gute Laune verregnen lassen würden, kamen auch schon nach 5,5 Tagen die ersten regenfreien Stunden. So konnte der Lagerplatz dann nach einer Woche pünktlich zur Ankunft der Wölflinge in schönstem Sonnenlicht erstrahlen. Nun stand dem fröhlichen Lagerleben noch nicht mal mehr an der Wetterfront etwas entgegen. Verstärkt und bestärkt konnten wir so unsere schon in der ersten Woche begonnene Zeitreise durch die verschiedenen Epochen der Menschheitsgeschichte fortsetzen. Unter anderem bereisten wir das Mittelalter und die Römerzeit, tauchten in den Wilden Westen ein und wandelten mit dem Kanu auf den Spuren germanischer Völkerwanderer. Einen Tag lang erlebten die Pfadfinder in verschiedenen Geschichten aus dem Leben ihres Gründers Baden-Powell hautnah, warum und wieso eigentlich die Pfadfinderei entstanden ist. Dieser Tag endete nach einem gemeinsamen Gottesdienst dann auch mit der feierlichen Aufnahme all derer, die zum ersten Mal dabei waren, in die Burgsteinfurter Sommerlagergemeinschaft. Zum Abschluss stand noch ein Ausflug in die Steinzeit auf dem Programm. Und dann hieß es auch schon wieder: „Alles bereit zur Rückkehr in das Jahr 2015“ und Abschied von Ommen. Eine wunderschöne Zeit liegt hinter uns und so manch einer wäre gerne noch länger dageblieben. Schön, dass wir uns jetzt auch zu Hause auf viele tolle neue Pfadfinderaktionen freuen dürfen. Das nächste Highlight ist die Themenwoche vom 20. September bis 26. September, in der wir uns unter dem Titel „Gastfreundschaft – Für Menschen auf der Flucht“ mit dem Schicksal von Flüchtlingen beschäftigen wollen. Und im Hintergrund werden auch schon die ersten Ideen für das Sommerlager 2016 gesponnen …